Kein Plan im DRM-Land

Mobiles Musik hören ist mit MP3-Playern seit Jahren allgegenwärtig. Mit aktuellen musiktauglichen Handys drängt sich die Frage nach dem Zugang zu frischen Sounds förmlich auf. Doch die Musikverleger wollen auch in Zukunft nicht auf das vertriebskanaleinschränkende DRM verzichten, so zu lesen bei der BBC. Der Einbau von DRM-Funktionalität in den Zune hat diesen auch zum Rohrkrepierer werden lassen: “…but the fact that this only works on certain songs and doesn’t work with non DRM’d files is terrible” meint informationhigh.net . Dobszay sieht denn auch das Ende des DRM schon kommen.

Sobald legale Musikquellen verfügbar werden, wird das Triumvirat Handy+Musik+Portabilität einen neuen Hype auslösen, der die iPod-Geschichte in den Schatten stellt. Also erst mal abwarten. [gefunden bei Golem]

Mobile Game Developer Challenge

Pac-Man (Quelle: Namco) Bei Motorola hat man sich etwas einfallen lassen. Wie kriegt man als Hersteller seine Handys unter die Leute? Mit Spielen! Und um die Spielehersteller auf Motorola zu bringen, veranstalten selbige Firma und iplay einen Spiele-Hersteller-Wettbewerb.

Wer also gerade ein noch unveröffentlichtes Handy-Spiel in der Schublade hat, kann sich bewerben. Antreten kann man in den Kategorien “Bestes Java Spiel” und “Bestes Windows Mobile Spiel”. Dem Gewinner winkt eine Veröffentlichung beim Spielepartner iplay. Das Potential von In Game Ads ist noch kaum erfasst, erst recht nicht ausgeschöpft. Ein praktisches Beispiel bietet die Firma Greystipe, die Werbeeinblendungen vor und nach mobilen Spielen anbieten.

Eine Meldung zum mobilen Nutzerverhalten der Jugend findet sich auf Textually. Klingeltöne, Spiele und Soziales stehen vorne an, die mobile Internetnutzung ist (noch) marginal. Für jedes Marketing sicher zu berücksichtigen.

Die Ruhe vor dem Sturm

Riesig. (Quelle: Lammi/Photocase) Gerne werden in der Werbebranche Superlative bemüht. Alles ist riesig, groß, gewaltig, revolutionär oder brandheiss oder alles zusammen. So ist im Handelsblatt auch ein Artikel zum Mobile-Marketing mit “Die omnipräsente Marketingmaschine” überschrieben. Lesenswert ist der Beitrag auf alle Fälle. Er gibt einen kurzen Überblick über die Bereiche Mobile Direct Response, Mobile Permission Marketing und Mobile Advertising.
Aktuelle Einschätzugen von Vodafone, Google und Yahoo werden ebenfalls vermerkt. So sagt Geraldine Wilson, Managerin bei Yahoo: “2010 werden mehr Menschen das Internet mobil nutzen als über stationäre Geräte wie PC.” Die Uhr tickt also.

Yahoo! steigt in die mobile Werbung ein

Yahoo! steigt in die mobile Werbung ein Wie die Wirtschaftswoche berichtet, steigt Yahoo! in das Mobile-Marketing-Geschäft ein. Das Beratungsunternehmen Informa erwartet, “dass der Markt für Werbung auf Handys bis 2011 auf rund 11,3 Mrd. Dollar anwachsen wird”.

In den USA bietet Yahoo! schon seit letztem Jahr mobile Werbung an. Die Pläne für achtzehn weitere Länder in Europa, Asien und Amerika sollen auf der weltgrößten Mobilfunkmesse 3GSM in Barcelona veröffentlicht werden.

Google selbst sieht das mobile Telefonieren zukünftig werbefinanziert und damit kostenlos für den Verbraucher. Das ist ein prima Anreiz für mobile Werbung. Hinkefuß an Yahoos Plänen sind die (noch) begrenzten Kapazitäten der Handys. Sobald der Anteil von Werbung auf mobilen Webseiten ein Übermaß annimmt, werden auch auf dem Handy Werbeblocker installiert werden. Hier bleibt abzuwarten, welches Content-Ad-Verhältnis sich einstellt und wie die Nutzer darauf reagieren.

Wenn UMTS zweimal klingelt

Im Jahr 2000 erbrachte die Lizenzersteigerung für UMTS über 50 Milliarden € für den Staat. Danach fragten sich die Netzbetreiber, welche “Killer-Anwendung” die neuen Bandbreiten ausschöpfen könnte. In Zeiten von Youtube und Co taucht die mobile Nutzung als realer Silberstreif am Horizont auf. Es wird wohl auf breitgefächerte Internetkonnektivität hinauszulaufen, die für den Privatgebrauch noch ausstehende Datenflatrate auf dem Handy wird dann das passende Vertriebsmodell sein.

Sieben Jahre später folgt die zweite UMTS-Lizenzversteigerung. Wieviel den Netzbetreibern die Lizenzen wert sein werden, bleibt abzuwarten. Können sich Spätstarter günstig einkaufen oder blocken die Platzhirsche durch hohe Gebote und schotten den Markt ab?

Eine Einschätzung von UMTS mit Stand 2006 findet sich bei der Deutschen Bank.

Mobile Marketing in Deutschland und in der Welt

Ein Beitrag zum Mobile Marketing in Deutschland anlässlich der 7. Konferenz Mobile Commerce in Augsburg vergleicht die Präsenz mobiler Werbung mit der in klassischen Medien und die Verbreitung in der Welt und in Deutschland.

Die Klassiker werden von den Zielgruppen zunehmend kritischer gesehen: “So verlieren TV, Radio und Print auf dem Werbemarkt Anteile im Schnitt zwischen 2,4 und 3,3 Prozent. Der Anteil von Mobile Marketing am Werbekuchen sei zwar derzeit mit 1,8 Prozent noch sehr gering, man erwarte jedoch deutliche Zuwächse.”

Aufgeführt werden ebenfalls Responsewerte auf das Verschicken von SMS. Die Spanier führen mit einer Quote von 29%, gefolgt von den Briten mit 19% und den Franzosen mit 10%. Die Deutschen reagieren zu circa 3%, für eine Direkt-Marketing-Maßnahme ist das “überaus beachtlich”.

Mobiles Surfen

Simyo wirft neue Tarife für Datenverbindungen auf den Markt: 24 Cent kostet danach das Megabyte Nullen und Einsen.

Das ist ein Schritt hin zu mehr Klarheit in den Gebührenstrukturen, wird die großen Anbieter unter Druck setzen und ist sicher erst der Anfang auf dem Weg zu ubiquitous mobile computing.

Der Tarif wird allgemein gut bewertet, siehe z.B. bei Sebbi oder nicozorn.com.

Im Mobile Marketing heisst das auf lange Sicht(wie lang lange auch immer sei), dass das Web, E-Mail und Instant Messaging, also die alten neuen Medien auf Handy kommen.