Auf der Suche nach Studien und Angaben zu Geräten, Herstellern und Nutzerverhalten im Mobile-Bereich allgemein und speziell im Mobile Marketing ist die Zahl der Mobilfunkanschlüsse eine grundlegende Kenngröße. Zwar listen einige Newsseiten und Blogs Angaben hierzu, die Quelle geht jedoch auf die Bundesnetzagentur zurück. Im zweijährlich erscheinenden Tätigkeitsbericht Telekommunikation 2008 und 2009 (pdf/1 MB) finden sich detaillierte Auflistungen zum Thema Mobile. 108,2 Mio Mobilfunkanschlüsse zum 30.09.2009 ist die aktuellste, verfügbare Angabe.
Monthly Archives: July 2010
Location based Apps in den USA kaum bekannt, wenig genutzt
Bei GIGAOM findet sich ein ausführlicher Beitrag über eine aktuelle Forrester-Studie. Danach kennt die überwiegende Mehrheit app-basierte Location Based Services nicht und bislang nutzen unter 5% LBS-Apps überhaupt. Das bestätigt wieder den langen Weg von den Early-Adopters in den Massenmarkt. Ähnlich sieht das auch Martin Weigert bei netzwertig: Dienste wie Foursquare sind noch ein Hype ohne Substanz.
Meilensteine 2: Android Market App Downloads knacken die Milliarde
Ein Blick zu Androlib verrät, dass mittlerweile über eine Milliarde Apps aus dem Android Market geladen wurden. Der Screenshot zeigt die Schätzung für den 17. Juli 2010.
Und eine zweite Statistik liefern auch gleich einen Überblick über den Anteil kostenloser und kostenpflichtiger Apps der gegenwärtig ca. 84.000 Anwendungen im Market:
Meilensteine: Verkaufszahlen in der Mobile-Branche
Aktuelle Verkaufzahlen bieten eine Momentaufnahme des Mobilfunkmarktes. Hier ein paar Happen dazu:
Samsung Wave: 1 Mio. Verkäufe in 4 Wochen, wie Justin Hong, Bada-Chef-Entwickler bei Samsung, twitterte.
Samsung Galaxy: 300.000 Verkäufe in 19 Tage in Südkorea
iPhone 4: 1,7 Mio. Verkäufe in drei Tagen
Gizmodo hat eine Nielsen-Studie zum Marktanteil der verschiedenen Plattformen gefunden. iOS und Android wachsen das BlackBerry OS und Windows Mobile schrumpfen und die anderen Systeme kann man soweit unter ferner liefen einordnen.
Unter die mobilen Geräte fallen auch die Reader und Tablets, darum auch paar Zahlen zu diesen:
Apple hat das iPad 3 Mio. mal in 80 Tagen verkauft.
Zum Amazon Kindle gibt es keine direkten Aussagen. Analysen gehen von ca. 80.000/Monat bzw. 1,2 – 4,4 Mio. Verkäufe insgesamt aus.
Random House hat deutschlandweit 100.000 eBooks innerhalb eines Jahres verkauft. Die Verkäufe des über Random House vertriebenen Sony Reader liegen damit sicherlich darunter.
Android Apps grafisch entwickeln – App Inventor von Google
Ein kurzer Blick in die News verrät, dass der Android App Inventor innerhalb kürzester Zeit auf großes Interesse stößt. Bei Google News sind mittlerweile 200 Newseinträge gelistet und in den üblichen Foren sammeln sich auch die Kommentare.
Die Grundidee des Inventors ist das Programmieren ohne Code zu schreiben. Grafisch werden Ereignisse und hinterlegte Aktionen zusammengeklickt. Alle können programmieren. Wenn man ein bisschen weiterklickt, führt das Projekt auf die MIT Lifelong Kindergarten Group zurück. Das symphatische Motto “We develop new technologies that, in the spirit of the blocks and fingerpaint of kindergarten, expand the range of what people can design, create, and learn.” umreißt das Potential und den Anspruch des Inventors. Ich bin gespannt, wie sehr dieses Werkzeug es schafft, von Hobby-Entwicklern angenommen zu werden.
Wunschliste für Android 3.0
- Stable Multitasking – auf Geräten mit stark begrenzten Resourcen fordert Nahin einen Schritt zurück und fragt nach einem Android 3.0 light ohne Multitasking für einfache Smartphones.
- SD-Card support for app-storage – mir ist nicht ganz klar ob Google die Begrenzung von App-Installationen auf den internen Speicher des Gerätes aus Sicherheitsgründen für den Endnutzer oder aus Kopierschutzgründen -Entwickler können einstellen, ob ein App auf externen Medien speicherbar ist- für den App-Entwickler integriert hat. Beides sind Gründe bei der jetztigen Variante zu bleiben. Auch wenn Nutzer mit gerooteten Geräten Apps auf Wechselkarten installieren können – beim iPhone bringt ein Jailbreak dem unbedarften Nutzer auch Sicherheitslücken.
- Standardized UI for all apps – technisch kein Problem und eigentlich auch eine Frage der Entwicklung und nicht des OS. Empfohlene UI-Standards können hier helfen.
- Better market – Nahin findet den Android Market unübersichtlich wie auch den Apple App Store. Ein besserer Überblick im Meer der Apps kann entscheidend für den Erfolg eines Markets, eines Entwickler-Teams, der Plattform sein.
Microsoft stellt Produktion des KIN ein
Das ging schnell. Im April diesen Jahres vorgestellt, stellt Microsoft die Produktion des selbst entwickelten Handys KIN ein. Zwar ist die Entwicklung in der Mobile-Branche rasant, aber die Produktveröffentlichung und -einstellung innerhalb von 48 Tagen ist auch hier ungewöhnlich. Laut Gizmondo konzentriert sich Microsft jetzt auf die Weiterentwicklung von Windows Mobile. Eine kurzen Überblick über die Pro- und Kontra-Kin-Fakten finden sich auf der englischen Wikipedia-Seite.



