In der Buchbranche ist Bewegung. Der Buchhändler Thalia hat den eBook-App-Entwickler textunes aus Berlin gekauft. Die Übernahme fand zum 1. August 2011 statt. Thalia baut damit seine Smart-Reading-Initiative aus. Ein kurzes Interview mit dem Geschäftsführer von textunes gibt Hintergründe des Kaufs wieder.
Category Archives: App Development
Zurück in die Zukunft – Facebook setzt auf J2ME
Es ist 2011 und iPhone und Android dominieren den Smartphone-Markt. Die große Masse der Handys sind jedoch einfache Geräte, deren technische Highlights aus Farbdisplay und Kamera bestehen. Facebook will eben auch diese Masse erreichen und entwickelt seine J2ME-App weiter fort. Die App ist in verschiedenen Stores verfügbar. Die Infoseite “Facebook for every phone“. Grundsätzlich schätzt Facebook offenbar die Nicht-Smartphone-Nutzer als große Gruppe ein und entwickelt daher in J2ME. Hier wird nicht die technische Weiterentwicklung der Handys zum Antrieb für die Softwareentwicklung, sondern ein sich offenbar änderndes Nutzerverhalten. Auch technisch konservative User mit “alten” Handys sind sozial und mobil. Nur eben mit einem anderen Gerätepark.
Mobile App Downloads bei knapp 8 Milliarden in 2010
Laut Abiresearch wurden in 2010 7,9 Milliarden mobile Apps heruntergeladen. Mit 5,6 Mrd. Downloads dominierten die iPhone-Nutzer mit rund 71% den App-Markt trotz überwiegenden Verkäufen von Android-Geräten im letzten Jahr. Blackberry beansprucht laut dem Info-Dienstleister ca. 1 Mrd. Downloads.
Android Apps grafisch entwickeln – App Inventor von Google
Ein kurzer Blick in die News verrät, dass der Android App Inventor innerhalb kürzester Zeit auf großes Interesse stößt. Bei Google News sind mittlerweile 200 Newseinträge gelistet und in den üblichen Foren sammeln sich auch die Kommentare.
Die Grundidee des Inventors ist das Programmieren ohne Code zu schreiben. Grafisch werden Ereignisse und hinterlegte Aktionen zusammengeklickt. Alle können programmieren. Wenn man ein bisschen weiterklickt, führt das Projekt auf die MIT Lifelong Kindergarten Group zurück. Das symphatische Motto “We develop new technologies that, in the spirit of the blocks and fingerpaint of kindergarten, expand the range of what people can design, create, and learn.” umreißt das Potential und den Anspruch des Inventors. Ich bin gespannt, wie sehr dieses Werkzeug es schafft, von Hobby-Entwicklern angenommen zu werden.
Apple führt im App-Store-Rennen, Google Android wächst stark
“Welches Handy wird mein nächstes?” – vor dieser Frage steht der Durchschnittsnutzer alle zwei Jahre. Oft wurden bisher die technischen Daten des Gerätes herangezogen: Displayauflösung, WLAN, Bluetooth ist ja sowieso verfügbar, GPS und vielleicht UKW-Empfang waren Punkte auf der Checkliste. Preis und Design spielen je nach persönlicher Neigung mehr oder weniger mit hinein.
Das Softwareangebot spielte hierbei nur eine marginale Rolle. Im PC-Bereich führt aber das Softwareangebot zur Betriebssystemfrage, die im mobilen Bereich auch die Hardware festlegt. So mancher Wechselwillige bleibt eben bei Windows weil unter Linux Photoshop nicht verfügbar ist. Oder das Macbook ist zwar schön, aber wenn eine neue Version der SIMS nötig wird, verzichtet auch der Nachwuchs und bleibt bei der Microsoft-Plattform.
Änlich wird es auch im Mobile-Geschäft werden. Apple hat seine iWork-Kollektion für das iPad aufbereitet. Mit ca. 10$ je Programmteil sind die Kosten zwar recht gering, aber mit vielleicht 10 oder 20 kostenpflichtigen Apps, die sich innerhalb von einem Handyleben leicht ansammeln, überlegt sich der Nutzer schon eher, ob er nach zwei Jahren das OS wechselt und seine Apps verliert. Mit diesem Prinzip fuhr Microsoft im PC-Bereich bisher sehr erfolgreich. Für die Plattformhersteller bedeutet das: Wer die meisten Apps auf die Handys bringt wird auch langfristig seine Kunden binden. Und wer die meisten Apps anbietet, hat eine gute Position kurzfristig marktrelevant neue Kunden zu gewinnen. Kurz: Es geht nicht mehr nur um das Endgerät sondern um das App-Angebot um dieses Gerät herum. Wie sieht der aktuelle Stand im App-Store-Rennen aus? TUAW hat einen kurzen Beitrag über verfügbare Apps in den verschiedenen Stores/Plattformen geschrieben.
Im März 2010 sieht der Stand wie folgt aus:
Apple: 170 000
Google Android: 30 000
BlackBerry: 5 000
Palm: 2 000
Microsoft hat in den letzten Tagen mitgeteilt, dass native Anwendungen des bisherigen Windows Mobile nicht unterstützt werden. Entgegen der üblichen Strategie im PC-Bereich Kompatibilität sicherzustellen, müssen Windows Mobile 7-Apps neu geschrieben werden. Mal sehen, wieviele Entwickler sich bei einer bisher nicht vorhandenen Nutzergruppe dieser Plattform zuwenden.
Vergleicht man das Wachstum der verfügbaren Apps zu den einzelnen Plattformen, müsste der Artikel “Palms App-Angebot explodiert” lauten. Die kleine Basis von 18 Apps Juni 2009 führt zu einer sagenhaften Steigerung von 11 011%. Dagegen wachsen die iPhone-Apps um “nur” 240%. Aber das eben auf dem höchsten Niveau. Die Mobile-Industrie hat eine eigene Dynamik. Die kommenden Monate werden spannend: Schafft es Google Android zu Apple aufzuschließen? Wird Windows Mobile 7 überhaupt eine Chance haben?
Free iPhone tabbar icons editor
Die Tabbar ist in vielen Apps das zentrale Navigationselement. Im SDK sind nur eine Hand voll Tabbar-Icons enthalten. Zudem wurden bereits mehrfach Apps wegen unpassenden Icons abgelehnt. Ein zur Funktion passendes Icon verbessert die Usabilty der App und gibt der Anwendung eine eigene Erscheinung.
Genug Gründe für ein kleines Icon-Tool: Wer eigene Icons online erstellen will, ohne sich mit den technischen Hintergründen und Formaten der Icons beschäftigen zu wollen, kann gerne unter http://www.iconsberlin.com den kostenfreien Editor verwenden.
Eine Übersicht bestehender, fertiger iPhone tabbar icon sets liefert cocoaheads.be .
Bei weiter steigenden Nutzerzahlen werde ich den Editor ausbauen. Feature-Wünsche können gerne an mich geschickt werden!

