Meilensteine: Verkaufszahlen in der Mobile-Branche

Aktuelle Verkaufzahlen bieten eine Momentaufnahme des Mobilfunkmarktes. Hier ein paar Happen dazu:

Samsung Wave: 1 Mio. Verkäufe in 4 Wochen, wie Justin Hong, Bada-Chef-Entwickler bei Samsung, twitterte.

Samsung Galaxy: 300.000 Verkäufe in 19 Tage in Südkorea

iPhone 4: 1,7 Mio. Verkäufe in drei Tagen

Smartphone Marktanteil Q1 2010 (Grafik Nielsen)

Smartphone Marktanteil Q1 2010 (Grafik Nielsen)

Gizmodo hat eine Nielsen-Studie zum Marktanteil der verschiedenen Plattformen gefunden. iOS und Android wachsen das BlackBerry OS und Windows Mobile schrumpfen und die anderen Systeme kann man soweit unter ferner liefen einordnen.

Unter die mobilen Geräte fallen auch die Reader und Tablets, darum auch paar Zahlen zu diesen:

Apple hat das iPad 3 Mio. mal in 80 Tagen verkauft.

Zum Amazon Kindle gibt es keine direkten Aussagen. Analysen gehen von ca. 80.000/Monat bzw. 1,2 – 4,4 Mio. Verkäufe insgesamt aus.
Random House hat deutschlandweit 100.000 eBooks innerhalb eines Jahres verkauft. Die Verkäufe des über Random House vertriebenen Sony Reader liegen damit sicherlich darunter.

iPad bereits vor Verkaufsstart vergriffen

iPad

iPad

Das iPad ist schon vor dem Verkaufsstart vergriffen. Nun munkeln böse Zugen, dass der Ausverkauf mittlerweile bewusst als Marketinginstrument von Apple eingesetzt wird. Nach analogen Situationen im iPhone-Verkauf ist das nicht ganz von der Hand zu weisen.

Andererseits baut Apple nicht einfach ein neues Gerät, sondern definiert eine ganze Geräteklasse. Die Nachfrageseite für einen neu geöffneten Markt abzuschätzen ist schwierig. Zudem baut Apple immer auch neuste Technologien ein. Lieferantenseitig scheint beim iPad ein Flaschenhals beim Touchscreen-Hersteller zu liegen.

Zudem kostet ein Lieferausfall auch schnell einigen Umsatz. Bei, niedrig angesetzen, hundertausend pro Monat verkauften iPads zu 500$ kommt man leicht auf verlorene 50 Mio. $. Zum Vergleich: beim iPhone hatte Apple innerhalb von 74 Tagen über eine Million Geräte abgesetzt. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist es Unfug lange Lieferausfälle in Kauf zu nehmen. Neben dem Geräteverkauf fällt zusätzlich der Verkauf von Apps, an denen Apple seine 30% verdient, aus. Ob eine Lieferverzörung bewusst eingesetzt wird, kann nur Apple wissen. Wirtschaftlich sinnvoll ist es kaum.