Das ging schnell. Im April diesen Jahres vorgestellt, stellt Microsoft die Produktion des selbst entwickelten Handys KIN ein. Zwar ist die Entwicklung in der Mobile-Branche rasant, aber die Produktveröffentlichung und -einstellung innerhalb von 48 Tagen ist auch hier ungewöhnlich. Laut Gizmondo konzentriert sich Microsft jetzt auf die Weiterentwicklung von Windows Mobile. Eine kurzen Überblick über die Pro- und Kontra-Kin-Fakten finden sich auf der englischen Wikipedia-Seite.
Category Archives: Hardware
iPad bereits vor Verkaufsstart vergriffen
Das iPad ist schon vor dem Verkaufsstart vergriffen. Nun munkeln böse Zugen, dass der Ausverkauf mittlerweile bewusst als Marketinginstrument von Apple eingesetzt wird. Nach analogen Situationen im iPhone-Verkauf ist das nicht ganz von der Hand zu weisen.
Andererseits baut Apple nicht einfach ein neues Gerät, sondern definiert eine ganze Geräteklasse. Die Nachfrageseite für einen neu geöffneten Markt abzuschätzen ist schwierig. Zudem baut Apple immer auch neuste Technologien ein. Lieferantenseitig scheint beim iPad ein Flaschenhals beim Touchscreen-Hersteller zu liegen.
Zudem kostet ein Lieferausfall auch schnell einigen Umsatz. Bei, niedrig angesetzen, hundertausend pro Monat verkauften iPads zu 500$ kommt man leicht auf verlorene 50 Mio. $. Zum Vergleich: beim iPhone hatte Apple innerhalb von 74 Tagen über eine Million Geräte abgesetzt. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist es Unfug lange Lieferausfälle in Kauf zu nehmen. Neben dem Geräteverkauf fällt zusätzlich der Verkauf von Apps, an denen Apple seine 30% verdient, aus. Ob eine Lieferverzörung bewusst eingesetzt wird, kann nur Apple wissen. Wirtschaftlich sinnvoll ist es kaum.
Apple führt im App-Store-Rennen, Google Android wächst stark
“Welches Handy wird mein nächstes?” – vor dieser Frage steht der Durchschnittsnutzer alle zwei Jahre. Oft wurden bisher die technischen Daten des Gerätes herangezogen: Displayauflösung, WLAN, Bluetooth ist ja sowieso verfügbar, GPS und vielleicht UKW-Empfang waren Punkte auf der Checkliste. Preis und Design spielen je nach persönlicher Neigung mehr oder weniger mit hinein.
Das Softwareangebot spielte hierbei nur eine marginale Rolle. Im PC-Bereich führt aber das Softwareangebot zur Betriebssystemfrage, die im mobilen Bereich auch die Hardware festlegt. So mancher Wechselwillige bleibt eben bei Windows weil unter Linux Photoshop nicht verfügbar ist. Oder das Macbook ist zwar schön, aber wenn eine neue Version der SIMS nötig wird, verzichtet auch der Nachwuchs und bleibt bei der Microsoft-Plattform.
Änlich wird es auch im Mobile-Geschäft werden. Apple hat seine iWork-Kollektion für das iPad aufbereitet. Mit ca. 10$ je Programmteil sind die Kosten zwar recht gering, aber mit vielleicht 10 oder 20 kostenpflichtigen Apps, die sich innerhalb von einem Handyleben leicht ansammeln, überlegt sich der Nutzer schon eher, ob er nach zwei Jahren das OS wechselt und seine Apps verliert. Mit diesem Prinzip fuhr Microsoft im PC-Bereich bisher sehr erfolgreich. Für die Plattformhersteller bedeutet das: Wer die meisten Apps auf die Handys bringt wird auch langfristig seine Kunden binden. Und wer die meisten Apps anbietet, hat eine gute Position kurzfristig marktrelevant neue Kunden zu gewinnen. Kurz: Es geht nicht mehr nur um das Endgerät sondern um das App-Angebot um dieses Gerät herum. Wie sieht der aktuelle Stand im App-Store-Rennen aus? TUAW hat einen kurzen Beitrag über verfügbare Apps in den verschiedenen Stores/Plattformen geschrieben.
Im März 2010 sieht der Stand wie folgt aus:
Apple: 170 000
Google Android: 30 000
BlackBerry: 5 000
Palm: 2 000
Microsoft hat in den letzten Tagen mitgeteilt, dass native Anwendungen des bisherigen Windows Mobile nicht unterstützt werden. Entgegen der üblichen Strategie im PC-Bereich Kompatibilität sicherzustellen, müssen Windows Mobile 7-Apps neu geschrieben werden. Mal sehen, wieviele Entwickler sich bei einer bisher nicht vorhandenen Nutzergruppe dieser Plattform zuwenden.
Vergleicht man das Wachstum der verfügbaren Apps zu den einzelnen Plattformen, müsste der Artikel “Palms App-Angebot explodiert” lauten. Die kleine Basis von 18 Apps Juni 2009 führt zu einer sagenhaften Steigerung von 11 011%. Dagegen wachsen die iPhone-Apps um “nur” 240%. Aber das eben auf dem höchsten Niveau. Die Mobile-Industrie hat eine eigene Dynamik. Die kommenden Monate werden spannend: Schafft es Google Android zu Apple aufzuschließen? Wird Windows Mobile 7 überhaupt eine Chance haben?
Handy Bling-Bling
Handyhersteller sortiert
Im Mobile Marketing ist es natürlich wichtig zu wissen, welcher Handyhersteller gerade die Nase vorn hat und wohin die Entwicklung geht. Im ersten Quartal 2007 führt wie auch bisher Nokia, SonyEricsson legte von 5,7% im Vorjahreszeitraum auf 8,5% zu. Insgesamt wurden in den ersten drei Monaten 233 Millionen Handys abgesetzt. Ausführlichere Zahlen finden sich bei golem.de .
Mobile Navigation für die Massen
Bei BBC gibts einen informativen Artikel über den Stand und die Zukunft der Integration von GPS in Handys. Nach einer Einschätzung Marcus Dacombes von Nokia wird die mobile Navigation 2007 Teil des Massenmarktes: “GPS has been in the domain of the early adopters to date, but in 2007 it will come to the masses.”
Technische Grundlage ist die fortschreitende Miniaturisierung der GPS-Technologie. Eines der heiss erwarteten Geräte ist das Anfang 2007 erscheinende Nokia N95. Als eierlegende Wollmilchsau ist hier GPS natürlich eingebaut.
Es bleibt abzuwarten, welche Anwendungen Zuspruch finden. Das Ich-bin-bei-A-und-will-nach-B wird sicher nur der Anfang sein.


