Apple führt im App-Store-Rennen, Google Android wächst stark

Anzahl der Apps im App-Store bei Apple/iPhone, Google Android, RIM BlackBerry und Palm

Anzahl der Apps im App-Store bei Apple/iPhone, Google Android, RIM BlackBerry und Palm

“Welches Handy wird mein nächstes?” – vor dieser Frage steht der Durchschnittsnutzer alle zwei Jahre. Oft wurden bisher die technischen Daten des Gerätes herangezogen: Displayauflösung, WLAN, Bluetooth ist ja sowieso verfügbar, GPS und vielleicht UKW-Empfang waren Punkte auf der Checkliste. Preis und Design spielen je nach persönlicher Neigung mehr oder weniger mit hinein.

Das Softwareangebot spielte hierbei nur eine marginale Rolle. Im PC-Bereich führt aber das Softwareangebot zur Betriebssystemfrage, die im mobilen Bereich auch die Hardware festlegt. So mancher Wechselwillige bleibt eben bei Windows weil unter Linux Photoshop nicht verfügbar ist. Oder das Macbook ist zwar schön, aber wenn eine neue Version der SIMS nötig wird, verzichtet auch der Nachwuchs und bleibt bei der Microsoft-Plattform.

Änlich wird es auch im Mobile-Geschäft werden. Apple hat seine iWork-Kollektion für das iPad aufbereitet. Mit ca. 10$ je Programmteil sind die Kosten zwar recht gering, aber mit vielleicht 10 oder 20 kostenpflichtigen Apps, die sich innerhalb von einem Handyleben leicht ansammeln, überlegt sich der Nutzer schon eher, ob er nach zwei Jahren das OS wechselt und seine Apps verliert. Mit diesem Prinzip fuhr Microsoft im PC-Bereich bisher sehr erfolgreich. Für die Plattformhersteller bedeutet das: Wer die meisten Apps auf die Handys bringt wird auch langfristig seine Kunden binden. Und wer die meisten Apps anbietet, hat eine gute Position kurzfristig marktrelevant neue Kunden zu gewinnen. Kurz: Es geht nicht mehr nur um das Endgerät sondern um das App-Angebot um dieses Gerät herum. Wie sieht der aktuelle Stand im App-Store-Rennen aus? TUAW hat einen kurzen Beitrag über verfügbare Apps in den verschiedenen Stores/Plattformen geschrieben.

Im März 2010 sieht der Stand wie folgt aus:

Apple: 170 000
Google Android: 30 000
BlackBerry: 5 000
Palm: 2 000

Microsoft hat in den letzten Tagen mitgeteilt, dass native Anwendungen des bisherigen Windows Mobile nicht unterstützt werden. Entgegen der üblichen Strategie im PC-Bereich Kompatibilität sicherzustellen, müssen Windows Mobile 7-Apps neu geschrieben werden. Mal sehen, wieviele Entwickler sich bei einer bisher nicht vorhandenen Nutzergruppe dieser Plattform zuwenden.

Vergleicht man das Wachstum der verfügbaren Apps zu den einzelnen Plattformen, müsste der Artikel “Palms App-Angebot explodiert” lauten. Die kleine Basis von 18 Apps Juni 2009 führt zu einer sagenhaften Steigerung von 11 011%. Dagegen wachsen die iPhone-Apps um “nur” 240%. Aber das eben auf dem höchsten Niveau. Die Mobile-Industrie hat eine eigene Dynamik. Die kommenden Monate werden spannend: Schafft es Google Android zu Apple aufzuschließen? Wird Windows Mobile 7 überhaupt eine Chance haben?

T9 revisited – das ‘Chun-Ha-Tong-Il’ Touch Keypad

Verbesserte T9-Eingabe dank Buchstabenvorauswahl durch Richtungsdruck der Tasten (Foto: wireleast.com)Der koreanische Hersteller ad semiconductor hat eine verbesserte T9-Eingabe vorgestellt. Dank Buchstabenvorauswahl durch gerichtetes Tastendrücken wird die Anzahl der möglichen Worte erheblich verringert und die Eingabegeschwindigkeit erhöht. Man drückt also nicht mehr nur die Taste, sondern drückt und zieht den Finger nach links, unten oder nach rechts. Dabei wird einer der möglichen Buchstaben der Taste vorausgewählt. Also bei Druck auf die Taste 2 mit den Buchstaben ABC wird nur noch ein Buchstabe statt bisher drei mögliche berücksichtigt. Technisch gesehen gibt es nicht mehr nur ein onRelease-Ereignis sondern auch onRealeaseLeft, onRealeaseDown, onReleaseRight-Ereignisse. Eine genauere Beschreibung des ‘Chun-Ha-Tong-Il’ Touch Keypads findet sich auf den Webseiten.

Mobiles Bloggen in WordPress

Mobiles Bloggen ist bisher eine Randerscheinung. Die Handys von Nokias N-Serie werden zwar seit letztem Jahr standardmäßig mit einem Flickr-Klienten ausgeliefert, das N80 hat gleich “Lifeblog” installiert, mit dem Blogs von Typepad aktualisiert werden können. Trotzdem stolpere ich im Web eher selten über mobil versandte Posts und dann meißt über Einträge der Art “Hurra, mein erster Handypost”.

Andy Moore hat nun ein Mobile-Post-Modul für die beliebte Blogsoftware WordPress vorgestellt. Nach kurzer Installation funktionierte es auch in einem von mir betreuten Blog. Sobald ich etwas mehr Zeit habe, werde ich auch Wireleast mit dem Plugin versehen. Auf ein fröhliches Moblogging also.

Mobile Game Developer Challenge

Pac-Man (Quelle: Namco) Bei Motorola hat man sich etwas einfallen lassen. Wie kriegt man als Hersteller seine Handys unter die Leute? Mit Spielen! Und um die Spielehersteller auf Motorola zu bringen, veranstalten selbige Firma und iplay einen Spiele-Hersteller-Wettbewerb.

Wer also gerade ein noch unveröffentlichtes Handy-Spiel in der Schublade hat, kann sich bewerben. Antreten kann man in den Kategorien “Bestes Java Spiel” und “Bestes Windows Mobile Spiel”. Dem Gewinner winkt eine Veröffentlichung beim Spielepartner iplay. Das Potential von In Game Ads ist noch kaum erfasst, erst recht nicht ausgeschöpft. Ein praktisches Beispiel bietet die Firma Greystipe, die Werbeeinblendungen vor und nach mobilen Spielen anbieten.

Eine Meldung zum mobilen Nutzerverhalten der Jugend findet sich auf Textually. Klingeltöne, Spiele und Soziales stehen vorne an, die mobile Internetnutzung ist (noch) marginal. Für jedes Marketing sicher zu berücksichtigen.

Surfst du mobil?

Browsen mit dem Handy - Opera machts möglich. Selbst Steve Jobs scheint einen Teil der Mobilfunkentwicklung verpasst zu haben, oder es ist nur ein PR-Gag? Der von ihm gepriesene Web-Browser auf dem Handy alias iPhone ist schon länger da, wie man bei Logodevil mitteilt.

Die verfügbare Technik ist ausgereift, es lahmt nur an den angeboten Diensten. Wann kommt der Preiskampf bei mobilen Datenflatrates?

Trotzdem ist das iPhone allemal interessant, auch wenn es manchmal skurille Blüten treibt.

Mobiles Linux

Mobile Anwendungen sind bisher kaum in der breiten Bevölkerung angekommen. Die Netzbetreiber hoffen kostenpflichtige Datendienste anbieten zu können, dem Handynutzer winken Mehrwertdienste, die Mobilität wird auf die nächste Stufe gehoben.

Neben der, alles andere wäre ja auch überraschend, stets leistungsfähiger werdenden Hardware, ist die Betriebssystemfrage ein Schlüsselpunkt in der Entwicklung von Handyprogrammen. Neben Java-Anwendungen bieten native Symbian-, Windows-Mobile- und Linux-Programme gezieltere, umfassendere Funktionen.

Neues tut sich nun mit der Gründung der LiMo-Stiftung im Bereich mobiles Linux. Potente Namen wie Motorola, NEC, NTT DoCoMo, Panasonic, Samsung sowie Vodafone stehen hinter dem Projekt. Mehr unter limofoundation.org.

Mobile Navigation für die Massen

Mobile Navigation per Smarthandy wird handlicher. Bei BBC gibts einen informativen Artikel über den Stand und die Zukunft der Integration von GPS in Handys. Nach einer Einschätzung Marcus Dacombes von Nokia wird die mobile Navigation 2007 Teil des Massenmarktes: “GPS has been in the domain of the early adopters to date, but in 2007 it will come to the masses.”

Technische Grundlage ist die fortschreitende Miniaturisierung der GPS-Technologie. Eines der heiss erwarteten Geräte ist das Anfang 2007 erscheinende Nokia N95. Als eierlegende Wollmilchsau ist hier GPS natürlich eingebaut.

Es bleibt abzuwarten, welche Anwendungen Zuspruch finden. Das Ich-bin-bei-A-und-will-nach-B wird sicher nur der Anfang sein.