Das ging schnell. Im April diesen Jahres vorgestellt, stellt Microsoft die Produktion des selbst entwickelten Handys KIN ein. Zwar ist die Entwicklung in der Mobile-Branche rasant, aber die Produktveröffentlichung und -einstellung innerhalb von 48 Tagen ist auch hier ungewöhnlich. Laut Gizmondo konzentriert sich Microsft jetzt auf die Weiterentwicklung von Windows Mobile. Eine kurzen Überblick über die Pro- und Kontra-Kin-Fakten finden sich auf der englischen Wikipedia-Seite.
iPhone OS vs. Android = 3.5 : 1 – das iPhone OS führt (noch?)
AdMob liefert für April 2010 neue Statistiken für die Verbreitung des iPhone OS und Android. Weltweit führt das iPhone OS vor Android mit dem Faktor 3.5. Wie immer muss berücksichtigt werden, dass die Auswertung auf den Anzeigenauslieferungen AdMobs an die Endgeräte beruhen. Eine absolute Aussage über die Verbreitung aktiv genutzter Geräte trifft das nicht, aber immerhin kann man grundsätzliche Trends wie die OS-Verbreitung unter den mobil internetnutzenden Usern qualitativ verfolgen.
O2 erlaubt kein Tethering bei kleinen Internet-Packs
Die kleinen Internet-Packs erlaubt O2 nur zur direkten Nutzung auf dem Handy. Warum beschränkt O2 ein Produkt, das der Kunde bezahlt, in der Art wie er es nutzen darf? Im Rahmen der Vetragsfreiheit ist es sicher einwandfrei. Wahrscheinlich ist die tatsächliche, kundenseitige Nutzung des Angebots als nicht paket-ausschöpfend kalkuliert. Und wahrscheinlich surfen die Nutzer mit einem Netbook/Laptop mehr als auf dem Handy/Smartphone. Das ist interessanterweise auch die Lücke, die das iPad schließen soll. Hier interessiert mich mal, wo O2 das iPad einordnet: unter Netbook oder Smartphone?
Die Diskussion kann man bei Twitter verfolgen.
50.000 Android Apps
Ein Blick in die Statistiken von AndroLib zeigt die Dynamik des Android Market. Im April 2010 überschreitet der Market die Grenze 50.000 Apps. AndroLib hab ich gerade entdeckt. Die Seite ist einen regelmäßigen Besuch wert – in der rasanten Entwicklung des Mobilsektors hilft sie Überblick zu bewahren.
Android überholt iPhone in mobilen Ads
Androidme hat sich die Mühe gemacht, die AdMob-Metrics-Daten auf iPhone und Android-Nutzung auszuwerten. In 2009 dominierte das iPhone den Werbemarkt. Android hat aber im März 2010 die iPhone-Plattform überholt! Wie die weitere Entwicklung aussieht bleibt abzuwarten. Immerhin kommt mit dem iPad eine neue Geräteklasse auf den Markt, der bislang kein anderer Hersteller Paroli bieten kann. Vielleicht bleibt Apple langfristig hochpreisig und wird durch die Vielzahl alternativer und günstigerer Geräte dauerhaft vom ersten Platz verdrängt.
iPad bereits vor Verkaufsstart vergriffen
Das iPad ist schon vor dem Verkaufsstart vergriffen. Nun munkeln böse Zugen, dass der Ausverkauf mittlerweile bewusst als Marketinginstrument von Apple eingesetzt wird. Nach analogen Situationen im iPhone-Verkauf ist das nicht ganz von der Hand zu weisen.
Andererseits baut Apple nicht einfach ein neues Gerät, sondern definiert eine ganze Geräteklasse. Die Nachfrageseite für einen neu geöffneten Markt abzuschätzen ist schwierig. Zudem baut Apple immer auch neuste Technologien ein. Lieferantenseitig scheint beim iPad ein Flaschenhals beim Touchscreen-Hersteller zu liegen.
Zudem kostet ein Lieferausfall auch schnell einigen Umsatz. Bei, niedrig angesetzen, hundertausend pro Monat verkauften iPads zu 500$ kommt man leicht auf verlorene 50 Mio. $. Zum Vergleich: beim iPhone hatte Apple innerhalb von 74 Tagen über eine Million Geräte abgesetzt. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist es Unfug lange Lieferausfälle in Kauf zu nehmen. Neben dem Geräteverkauf fällt zusätzlich der Verkauf von Apps, an denen Apple seine 30% verdient, aus. Ob eine Lieferverzörung bewusst eingesetzt wird, kann nur Apple wissen. Wirtschaftlich sinnvoll ist es kaum.
Apple führt im App-Store-Rennen, Google Android wächst stark
“Welches Handy wird mein nächstes?” – vor dieser Frage steht der Durchschnittsnutzer alle zwei Jahre. Oft wurden bisher die technischen Daten des Gerätes herangezogen: Displayauflösung, WLAN, Bluetooth ist ja sowieso verfügbar, GPS und vielleicht UKW-Empfang waren Punkte auf der Checkliste. Preis und Design spielen je nach persönlicher Neigung mehr oder weniger mit hinein.
Das Softwareangebot spielte hierbei nur eine marginale Rolle. Im PC-Bereich führt aber das Softwareangebot zur Betriebssystemfrage, die im mobilen Bereich auch die Hardware festlegt. So mancher Wechselwillige bleibt eben bei Windows weil unter Linux Photoshop nicht verfügbar ist. Oder das Macbook ist zwar schön, aber wenn eine neue Version der SIMS nötig wird, verzichtet auch der Nachwuchs und bleibt bei der Microsoft-Plattform.
Änlich wird es auch im Mobile-Geschäft werden. Apple hat seine iWork-Kollektion für das iPad aufbereitet. Mit ca. 10$ je Programmteil sind die Kosten zwar recht gering, aber mit vielleicht 10 oder 20 kostenpflichtigen Apps, die sich innerhalb von einem Handyleben leicht ansammeln, überlegt sich der Nutzer schon eher, ob er nach zwei Jahren das OS wechselt und seine Apps verliert. Mit diesem Prinzip fuhr Microsoft im PC-Bereich bisher sehr erfolgreich. Für die Plattformhersteller bedeutet das: Wer die meisten Apps auf die Handys bringt wird auch langfristig seine Kunden binden. Und wer die meisten Apps anbietet, hat eine gute Position kurzfristig marktrelevant neue Kunden zu gewinnen. Kurz: Es geht nicht mehr nur um das Endgerät sondern um das App-Angebot um dieses Gerät herum. Wie sieht der aktuelle Stand im App-Store-Rennen aus? TUAW hat einen kurzen Beitrag über verfügbare Apps in den verschiedenen Stores/Plattformen geschrieben.
Im März 2010 sieht der Stand wie folgt aus:
Apple: 170 000
Google Android: 30 000
BlackBerry: 5 000
Palm: 2 000
Microsoft hat in den letzten Tagen mitgeteilt, dass native Anwendungen des bisherigen Windows Mobile nicht unterstützt werden. Entgegen der üblichen Strategie im PC-Bereich Kompatibilität sicherzustellen, müssen Windows Mobile 7-Apps neu geschrieben werden. Mal sehen, wieviele Entwickler sich bei einer bisher nicht vorhandenen Nutzergruppe dieser Plattform zuwenden.
Vergleicht man das Wachstum der verfügbaren Apps zu den einzelnen Plattformen, müsste der Artikel “Palms App-Angebot explodiert” lauten. Die kleine Basis von 18 Apps Juni 2009 führt zu einer sagenhaften Steigerung von 11 011%. Dagegen wachsen die iPhone-Apps um “nur” 240%. Aber das eben auf dem höchsten Niveau. Die Mobile-Industrie hat eine eigene Dynamik. Die kommenden Monate werden spannend: Schafft es Google Android zu Apple aufzuschließen? Wird Windows Mobile 7 überhaupt eine Chance haben?
Verkaufszahlen des iPhones in Deutschland
Nachdem lange Zeit keine offiziellen Zahlen über die in Deutschland verkauften iPhones verfügbar waren, meldet die Telekom bis Ende 2009 1,5 Mio. verkaufte Geräte.
Andere Quellen, wie iphonemeter.com, waren zum Jahreswechsel von nur 800.000 verkauften iPhones in Deutschland ausgegangen. Die tatsächliche Zahl der in Deutschland genutzten iPhones wird höher liegen, da sich nicht jeder an die Telekom binden will und ein simlockfreies iPhone aus EU-Quellen bezieht. Hinzu kommen die iPod touches, die in Verkaufszahlen mindestens in der selben Größenordnung wie das iPhone liegen.
Free iPhone tabbar icons editor
Die Tabbar ist in vielen Apps das zentrale Navigationselement. Im SDK sind nur eine Hand voll Tabbar-Icons enthalten. Zudem wurden bereits mehrfach Apps wegen unpassenden Icons abgelehnt. Ein zur Funktion passendes Icon verbessert die Usabilty der App und gibt der Anwendung eine eigene Erscheinung.
Genug Gründe für ein kleines Icon-Tool: Wer eigene Icons online erstellen will, ohne sich mit den technischen Hintergründen und Formaten der Icons beschäftigen zu wollen, kann gerne unter http://www.iconsberlin.com den kostenfreien Editor verwenden.
Eine Übersicht bestehender, fertiger iPhone tabbar icon sets liefert cocoaheads.be .
Bei weiter steigenden Nutzerzahlen werde ich den Editor ausbauen. Feature-Wünsche können gerne an mich geschickt werden!
Handytickets auch im Karlsruher Nahverkehr
Der Karlsruher Verkehrsverbund ein Handyticketsystem für sein Nahverkehrsangebot eingeführt. Voraussetzung für die Teilnahme ist ein javafähiges Handy. Einmal installiert, kann ein Ticket mobil gekauft werden. Für die Kontrolle wird ein wechselnder Sichtcode im grafisch animierten Ticket angezeigt. Die Abrechnung erfolgt einmal monatlich über die bei der Anmeldung hinterlegten Kreditkarten- oder Kontodaten. Als Anreiz für den mobilen Einsatz ist das erste und jedes fünfte Ticket kostenlos.





