Der koreanische Hersteller ad semiconductor hat eine verbesserte T9-Eingabe vorgestellt. Dank Buchstabenvorauswahl durch gerichtetes Tastendrücken wird die Anzahl der möglichen Worte erheblich verringert und die Eingabegeschwindigkeit erhöht. Man drückt also nicht mehr nur die Taste, sondern drückt und zieht den Finger nach links, unten oder nach rechts. Dabei wird einer der möglichen Buchstaben der Taste vorausgewählt. Also bei Druck auf die Taste 2 mit den Buchstaben ABC wird nur noch ein Buchstabe statt bisher drei mögliche berücksichtigt. Technisch gesehen gibt es nicht mehr nur ein onRelease-Ereignis sondern auch onRealeaseLeft, onRealeaseDown, onReleaseRight-Ereignisse. Eine genauere Beschreibung des ‘Chun-Ha-Tong-Il’ Touch Keypads findet sich auf den Webseiten.
Handy Bling-Bling
Deutsche Bahn führt NFC-Ticketing ein
Wie Golem berichtet, führt die Deutsche Bahn im Rahmen eines bis 2010 geplanten Pilotversuchs ein Abrechnungssystem auf NFC-Basis ein. In der Berliner S-Bahn, Potsdam und der ICE-Strecke Berlin-Hannover können 200 angemeldete Nutzer das System testen.
Der Nutzer meldet den Fahrtbeginn am Startbahnhof durch einen Touch-In am Plakat an. Nach Erreichen des Zielbahnhofs meldet er wieder die Fahrt am Plakat ab. Das Billing selbst ist wohl rechnungsbasiert und der Fahrgast erhält regelmäßig eine Übersicht seiner Fahrten. Hier ist also noch Potenzial für mobile Paymentlösungen. Eine solche breit unterstützte und wirtschaftlich sinnvolle Bezahlmöglichkeit ist da nicht in Sicht. Das Abrechnen über Premium-SMS würde den Fahrpreis auch locker verdoppeln.
Neben praktischen Problemen an hochfrequentierten Umstiegsplätzen liegen Bedenken auch im Bereich des Datenschutzes.
Neben DB und Vodafone sind der Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH, die Berliner Verkehrsbetriebe, ATRON electronic, Giesecke&Devrient, Motorola und NXP beteiligt.
SMS-Preise verdoppelt
Eben habe ich bei FierceWireless entdeckt, dass die Preisentwicklung für mobile Dienste nicht nur die Abwärtsrichtung kennt. So hat der US-Anbieter Verizon Wireless die Preise pro SMS von 15 Cent auf 20 Cent angehoben. Das ist ein Preisanstieg von 33%. Seit 2006 entspricht die Steigerung von ursprünglich 10 Cent sogar saftigen 100%.
Wie passt das in den allgemeinen, wenn auch recht gemächlichen Trend der sinkenden Tarife? Grund ist wohl eher eine Marketingmaßnahme die Kunden vom Nutzen verschiedener Paketangebote zu überzeugen. Hier wird die Holzhammermethode verwandt. Für 10$ können 500 Text- und Bildnachrichten verschickt werden bei gleichzeitig freien In-Netz-Nachrichten. Eleganter wäre die Platzierung neuer Angebote gewesen. Zuallererst ist hier ein Freivolumen an mobilem Internet attraktiv. Mal schauen ob deutsche Anbieter ähnliche Aktionen umsetzen und wie geschickt sie dabei vorgehen.
Mobile Games – Jetzt und in Zukunft
Understanding and Solutions beschäftigt sich in einer Pressemitteilung mit dem Stand des Mobile-Games-Marktes. Die weltweiten Umsätze in Höhe von 3,6 Mrd. $ in 2007 sollen bis auf 6 Mrd.$ in 2011 steigen. Abo- und werbefinanzierte Modelle steigen in ihrer Bedeutung, jedoch ist Pay-per-Download die wichtigste Bezahlvariante.
Dazu passt die Top-10-Liste der Mobile Games des US-Carriers Verizon in 2007.
NFC-Verbreitung langsamer als erwartet, aber sicher
NFC ist noch Jahre vom allgegenwärtigen Einsatz entfernt. Zwar gibt es bereits vereinzelte Pilotprojekte, darunter sogar einige in Deutschland, aber es fehlt einfach an einer Marktdurchdringung der Technologie. Das alte Henne-Ei-Problem. Wer sich genauer mit der Marktsituation und den Prognosen zur NFC-Auslieferung beschäftigen will, sollte sich bei ABI Research über die recht aktuelle Studie informieren.
Die Auslieferungprognosen von NFC wurden für 2007 von 1,1 Millionen auf 0,65 Millionen reduziert, für 2008 wurden die Zahlen von 9,8 Millionen auf 6,6 Millionen gelieferte Geräte gesenkt.
Langfristig sieht ABI Research NFC auf Erfolgskurs: In 2011 sollen dann 450 Millionen Handys mit NFC-Funktionalität ausgeliefert werden. Das entspricht dann einem 30% Marktanteil.
Mobiles Bloggen in WordPress
Mobiles Bloggen ist bisher eine Randerscheinung. Die Handys von Nokias N-Serie werden zwar seit letztem Jahr standardmäßig mit einem Flickr-Klienten ausgeliefert, das N80 hat gleich “Lifeblog” installiert, mit dem Blogs von Typepad aktualisiert werden können. Trotzdem stolpere ich im Web eher selten über mobil versandte Posts und dann meißt über Einträge der Art “Hurra, mein erster Handypost”.
Andy Moore hat nun ein Mobile-Post-Modul für die beliebte Blogsoftware WordPress vorgestellt. Nach kurzer Installation funktionierte es auch in einem von mir betreuten Blog. Sobald ich etwas mehr Zeit habe, werde ich auch Wireleast mit dem Plugin versehen. Auf ein fröhliches Moblogging also.
Handyhersteller sortiert
Im Mobile Marketing ist es natürlich wichtig zu wissen, welcher Handyhersteller gerade die Nase vorn hat und wohin die Entwicklung geht. Im ersten Quartal 2007 führt wie auch bisher Nokia, SonyEricsson legte von 5,7% im Vorjahreszeitraum auf 8,5% zu. Insgesamt wurden in den ersten drei Monaten 233 Millionen Handys abgesetzt. Ausführlichere Zahlen finden sich bei golem.de .
Kein Plan im DRM-Land
Mobiles Musik hören ist mit MP3-Playern seit Jahren allgegenwärtig. Mit aktuellen musiktauglichen Handys drängt sich die Frage nach dem Zugang zu frischen Sounds förmlich auf. Doch die Musikverleger wollen auch in Zukunft nicht auf das vertriebskanaleinschränkende DRM verzichten, so zu lesen bei der BBC. Der Einbau von DRM-Funktionalität in den Zune hat diesen auch zum Rohrkrepierer werden lassen: “…but the fact that this only works on certain songs and doesn’t work with non DRM’d files is terrible” meint informationhigh.net . Dobszay sieht denn auch das Ende des DRM schon kommen.
Sobald legale Musikquellen verfügbar werden, wird das Triumvirat Handy+Musik+Portabilität einen neuen Hype auslösen, der die iPod-Geschichte in den Schatten stellt. Also erst mal abwarten. [gefunden bei Golem]
Mobile Game Developer Challenge
Bei Motorola hat man sich etwas einfallen lassen. Wie kriegt man als Hersteller seine Handys unter die Leute? Mit Spielen! Und um die Spielehersteller auf Motorola zu bringen, veranstalten selbige Firma und iplay einen Spiele-Hersteller-Wettbewerb.
Wer also gerade ein noch unveröffentlichtes Handy-Spiel in der Schublade hat, kann sich bewerben. Antreten kann man in den Kategorien “Bestes Java Spiel” und “Bestes Windows Mobile Spiel”. Dem Gewinner winkt eine Veröffentlichung beim Spielepartner iplay. Das Potential von In Game Ads ist noch kaum erfasst, erst recht nicht ausgeschöpft. Ein praktisches Beispiel bietet die Firma Greystipe, die Werbeeinblendungen vor und nach mobilen Spielen anbieten.
Eine Meldung zum mobilen Nutzerverhalten der Jugend findet sich auf Textually. Klingeltöne, Spiele und Soziales stehen vorne an, die mobile Internetnutzung ist (noch) marginal. Für jedes Marketing sicher zu berücksichtigen.